Heimat - Tannenplatz ( Teil 01 ) - Altstadt-Ulm
Die Idee kam mir schon länger, unseren Heimatort Wiblingen mal ein wenig fotografisch festzuhalten. Immerhin ist das der Ort, der mich insgesamt ca. 35 Jahre beherbergt und trotz gespaltener Meinung von Außen, ich diesen Ort nicht verlassen werde, sogar entschieden habe hier für immer zu bleiben, sofern man das aus heutiger Sicht schon sagen kann.
Tannenplatz, Heimat
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Heimat – Tannenplatz ( Teil 01 )

Die Idee kam mir schon länger, unseren Heimatort Wiblingen mal ein wenig fotografisch festzuhalten. Immerhin ist das der Ort, der mich insgesamt ca. 35 Jahre beherbergt und trotz gespaltener Meinung von Außen, ich diesen Ort nicht verlassen werde, sogar entschieden habe hier für immer zu bleiben, sofern man das aus heutiger Sicht schon sagen kann.

Naja ich bin hier aufgewachsen, habe den Kindergarten besucht, bin hier zur Schule gegangen und habe hier Freunde, Familie und tausende Erinnerungen, die mich hier festhalten. Kaum eine Ecke dieses Stadtteils die wir als Kinder nicht erkundet haben, ob mit dem Fahrad oder später mit unseren ersten Autos.

Jeden Geheimweg und jedes Schlupfloch war uns bekannt. Gerade diese Straßen und Wege, waren wie ein großer Spielplatz für uns. Natürlich auch mit den ein oder anderen Gefahren und Konfrontationen die so ein Wohngebiet mit sich bringt. Aber es bleiben immer die romantisierten, schönen Erinnerungen übrig und das ist auch gut so.

Interessant war jedoch, dass während der Aufnahmen uns ein Hausmeister erstmal stoppte und wissen wollte von welcher Firma wir kommen und warum wir hier Bilder machen? Diesem Herrn entgegnete ich freundlich, dass wir hier nur die Häuser und die Gegend fotografieren, wir waren zu Zweit. Darauf wollte er seinen Chef anrufen um zu Fragen ob das in Ordnung gehe, von mir kam nur: “ Das können Sie schon machen, allerdings ändert die Antwort nichts an der Tatsache das wie weiter fotografieren.“ Darauf hin murrte er und ging seiner Beschäftigung nach. Naja schon irgendwie seltsam… wir stehen hier immerhin auf öffentlicher Straße. Das mit den Konfontationen ist wohl in einer anderen Form geblieben?

Etwas später wurden wir dann erneut von einer Frau freundlich angesprochen, was wir hier genau fotografieren? Scheint wohl wirklich nicht sehr oft der Fall zu sein, dass man hier fotografierende Menschen sieht. Wir erklärten Ihr, dass es uns um eine Dokumentation eines Stadtteils geht, zufälliger Weise noch in dem wir viel Zeit unseres Lebens verbracht haben. Daraufhin erzählte Sie uns gleich, dass es wohl nicht der schönste Stadtteil wäre, aber man so eben in den 70ern gebaut hat und Sie viel Geld in die Erhaltung der Eigentumswohnungen stecken. Hingegen die städtischen Gebäude noch vor Ihrer Sanierung stehen. Man hat aber an der Aussage gemerkt, dass Sie sich rechtfertigen wollte, was nur damit zusammen hängen kann, dass ihr es hier wohl nicht mehr gefällt. Wir beließen es einfach dabei und gingen weiter.

Was mich wirklich erstaunt, sind die Reaktionen die nur ein Bild auslösen kann. Bereits nach den Ankündigung des Blog-Beitrags bekam ich sehr viel Feedback über das ich mich natürlich sehr freue habe, aber habe auch gemerkt, dass es nicht einfach ist die Realität zu dokumentieren ohne auf wertende Gegenkommentare zu stoßen. Eine Wertung über Aussehen, Zustand oder sonst irgendwas liegt mir nicht im Sinn. Im Gegenteil, man sieht wie sich alles zum positiven verändert.

„Ich stehe nicht außen und zeige mit meinem Finger, nein, ich stehe mitten drin und fühle mich wohl!“

lars_altstadt
lars_altstadt@gmx.de
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